Saphirblau

Da Film ein visuelles Medium ist, sollte man nicht vergessen, einen Spielfilm auch nach seinen Schauwerten zu beurteilen: Felix Fuchssteiners Saphirblau unterhält mit schönen Kostümen, vorwiegend analogen Kulissen, dezenten Spezialeffekten und gut aussehenden Hauptdarstellern. Das war es dann aber auch schon, denn die stark komprimierte Handlung lässt nur wenig Raum für erzählerische Tiefe. Sämtliche Versuche, dies irgendwie zu kompensieren, sind nicht wirklich originell, und selbst der Abstecher in die Rocky Horror Picture Show konnte uns nur ein müdes Lächeln abringen…

© 2014 Michael Meiser

Planet der Affen: Revolution

Auch wenn die Affen mal wieder vermenschlicht werden – was schon aus rein anatomischen Gründen eine immer länger werdende Fehlerliste generiert: Matt Reeves’ Planet der Affen: Revolution besticht nicht nur durch die perfekte Animationstechnik, sondern berührt auch mit jener emotionalen Tiefe, die schon den ersten Teil von allen Vorgängerfilmen abhob. Und wer das Planet of the Apes-Franchise grundsätzlich belächelt, hat sich möglicherweise noch nie mit Menschenaffen beschäftigt, denn gerade die äußerst aggressiven, intelligenten und allesfressenden Schimpansen haben durchaus das Potenzial, nach einem Aussterben der Menschheit zur dominanten Spezies auf unserem Planeten zu werden…

© 2014 Michael Meiser